Kernkeulen Pilze.

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Kernkeule kontrolliert das Nervensystem von Ameisen.

Pilz Kernkeule übernimmt Kontrolle über Nervensystem der Ameisen

Steven Spielberg hätte kein besseres Horrorszenario verfilmen können. Insekten infizieren sich mit den Sporen der Kernkeulen Pilze, der Micropilz wächst im Körper des befallenen Insekts heran und macht sich den Wirt zum willenlosen Sklaven. Die in tropischen Regenwäldern vorkommende Kernkeule, beschränkt sich nicht auf die Verwertung von toten Bio-Material. Der hoch infektiöse Kernkeulen Pilz sucht sich als Parasit einen lebenden Wirt. Die im Regenwald des Amazonas-Gebietes in vielfältigen Populationen und massenhaft vorkommenden Ameisen sowie auch andere Insektenarten haben unsichtbare Feinde. Kernkeule-Pilze gelangen über deren Sporen in den Organismus der Insekten. Die fadenförmigen Pilzzellen (Hyphen) durchwachsen den gesamten Körper befallener Insekten. Der Pilz tötet nicht sofort, sondern zerstört zunächst nur die nicht lebensnotwendigen Organe des Wirtes. Im Endstadium des Ameisenlebens ergreift die Kernkeule die Kontrolle über das Nervensystem. Der völlig willenlose Wirt sondert sich von der Kolonie ab und beginnt in Strauch- und Baumkronen zu klettern um sich für das Finale der Reality Horror Show im Geäst festzuklammern. Aus dem Kopf der Ameise bricht nun der Fruchtkörper des Kernkeulen-Pilzes heraus. Der Wirt hat unter der Regie der Kernkeule ideale Voraussetzungen für Wachstum des Pilz-Fruchtkörpers sowie der Verbreitung frischer, hochinfektiöser Sporen geschaffen.

Mikropilze verändern und manipulieren ihren Wirt.

Pilze können die Umgebung und den Wirt manipulieren.

Ich hoffe, daß nach dem schaurigen Video nicht zu viele an Alpträumen mit folgendenden Szenario leiden. Menschen mit stoischen Blick klettern wie Zombies auf die Bäume, krallen sich im Geäst fest und aus dem Kopf der erstarrten Körper wachsen die Fruchtkörper prächtiger Kernkeulen Pilze. Utopische Fantasien, aber in der Natur ist alles möglich. Mikropilze sind für ihre Gefährlichkeit auch dem Militär bekannt. Ich möchte wetten, einige Experten haben trotz der weltweiten Ächtung biologischer Kampfstoffe schon einen faszinierenden Blick auf die Kernkeulen geworfen. Am Beispiel der Kernkeulen lernt man die Pilze als hoch organisierte und zudem eine der ältesten Lebensformen zu respektieren. Sie haben in ihrer mehr als 1,5 Milliarden Jahre währenden Entwicklung unglaublich clevere Überlebensstrategien entwickelt. Pilze begnügen sich nicht damit sich an gegebene Lebensbedingungen anzupassen, sondern sie können auch die Umgebung für ihre Zwecke anpassen - wie am Beispiel der Kernkeule ihren Wirt manipulieren. Wie stark verändern parasitäre Pilze den Wirt Mensch? Versuchen sie nach ausreichender Besiedelung das Immunsystem des Menschen für ein ungestörtes Wachstum zu schwächen? Können die im Magen und Darm siedelnden Hefepilze mit chemischen Reaktionen die Botenstoffe des Magens beeinflussen und so über einen manipulativ erzeugten Heißhunger des Wirtes nach Süßem die eigene Ernährung sichern? Solange die Pilze noch nicht ausreichend erforscht sind, dürften derartige Spekulationen durchaus erlaubt sein.