Antimykotika rezeptfrei.

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Antimykotika zur Behandlung von Hautpilz Infektionen.

Die Hautpilz Behandlung erfolgt mit antimykotischen Präparaten.

Ein Antimykotikum ist ein Wirkstoff, der Hautpilze abtötet oder das Wachstum und somit die Ausbreitung von Hautpilzen hemmt. In der Wirkungsweise werden die Antimykotika grundsätzlich in zwei Gruppen eingeteilt. Die Fungizide als Pilz abtötende Wirkstoffe und die fungistatische Präparate, die eine Vermehrung der Pilze hemmen. Bei der medizinischen Anwendung von Antimykotika werden ebenfalls zwei Gruppen unterschieden. Direkte Kontakt Behandlung der Haut einschließlich der Schleimhäute, wird als lokale bzw. topische Therapie bezeichnet. Bei der systemischen Behandlung von Pilz Erkrankungen, werden die antimykotischen Substanzen dem Körper über den Blutkreislauf verabreicht. Die Zellen des Menschen sind molekularbiologisch den Zellen von Pilzen sehr ähnlich. Das erschwerte die Behandlung von Pilzerkrankungen in den vergangenen Jahrzehnten. Moderne Antimykotika hemmen die Pilze in der Bio- oder Zellwandsynthese, stören deren DNA-Synthese, zerstören die natürliche Zellwand Membran Struktur oder bilden spezifisch auf die Pilzerreger wirkende Toxische Stoffe. Welche Medikamente bei einer Hautpilz Infektion Anwendung finden hängt von der Art des Erregers sowie Umfang und Bereich der Pilz Erkrankung ab.

Die wichtigsten Medikamente bei Hautpilz Erkrankungen.

Medikamente zur Therapie von Erkrankungen mit Hautpilz

Terbinafin gehört als Antimykotikun zu den Allylamin Derivaten. Terbinafine werden bei Pilzinfektionen durch Dermatophyten, Hefepilze (Candidosen) und Kleienpilzflechte (Pityriasis versicolor) meist äußerlich in Form von Salben und Lösungen angewendet. Leider scheint in Deutschland die Novartis AG mit ihren rezeptfreien Medikament Lamisil das quasi Monopol zu haben. Die fehlende Konkurrenz führt zu unverschämten Preisen. In deutschen Apotheken muß der Verbraucher für 4 g Lamisil Once Lösung bis zu zwölf Euro hinlegen. Pilzfreie Füße nach einmaliger Lamisil Once Anwendung? Solche pauschalen Versprechungen sind aus eigener Erfahrung unseriös. Eine einmalige Anwendung mag bestenfalls bei leichten Pilzbefall vollständige Heilung bewirken.

Clotrimazol ist ein Antimykotika der Wirkstoffgruppe der Imidazole. Weitere Antimykotika dieser Wirkstoffgruppe sind Butoconazol, Econazol, Ketoconazol, Isoconazol, Oxiconazol, Miconazol, Tioconazol und Sertaconazol. Clotrimazol findet häufig bei Fußpilzen zwischen den Zehen sowie bei den Pilzinfektionen im Vaginal-Bereich Anwendung. Clotrimazol wirkt als klassisches Breitbandantimykotikum, also bei einer Vielzahl von verschiedenen Hautpilzen. Der Wirkstoff hat eine immunstimulatorische Wirkung und bewirkt Störungen in der Membranstruktur von Pilz Erreger Zellen. Clotrimazol ist sehr preiswert von Aluid Pharma über Online Apotheken zu bekommen: 50ml Creme mit 1 Prozent Wirkstoffgehalt für unter 2 Euro!

Nystatin wurde bereits 1948 entdeckt und ist das erste Antimykotikum der Schulmedizin. Gegen Nystatin kann der Pilz keine Resistenzen entwickeln, weil im Prinzip die Zellwände der Pilze zerstört werden. Die Zellwände werden durchlässiger und somit verlieren die Pilzzellen lebenswichtige Substanzen. Nystatin wird vor allem bei Candida Pilz Erkrankungen des Mundraumes und Magen Darm Trakt angewandt. Nystatin wird aber nicht von Magen aufgenommen, sondern wirkt nur im direkten Kontakt mit Pilzkulturen oder erkrankter Haut und Schleimhäute.

Fluconazol gehört zu den Triazolen wie die verwandten Wirkstoffe Itraconazol, Voriconazol und Posaconazol. Fluconazol wirkt in Abhängigkeit von den verabreichten Dosen sowohl fungistatisch als auch fungizid. Triazole wirken ähnlich den Nystatin, es wird die Synthese von Lanosterol zu Ergosterol gehemmt, was in der Folge zu Defekten der Zellmebran und somit zum Tod der Pilzzellen führt.

Therapie mit rezeptfreien Arzneimittel sind gut verträglich.

Rezeptfreie Antimykotika und deren Verträglichkeit sowie Nebenwirkungen.

Eine erfolgreiche Hautpilz Therapie setzt voraus, das die medikamentöse Behandlung auch nach dem Abklingen von Beschwerden und Symptomen fortgesetzt wird. Pilze bilden Sporen, welche durch heutige Arzneimittel nicht geschädigt werden. Deshalb sollten Patienten die Therapie für wenigstens vier Wochen weiterführen, um auch das Wachstum neu aufkeimender Pilzsporen zu unterbinden. Wie lange eine Anti-Pilz-Therapie dauert, kann nicht pauschal beantwortet werden. Während leichter Pilzbefall oft in wenigen Wochen ausgeheilt ist, kann eine chronische Pilz Erkrankung viele Monate dauern. Die Arzneimittel sind auf die individuelle Form der Mykose abzustimmen. Die rezeptfrei erhältlichen Präparate sind in der Regel gut verträglich. Insbesondere bei lokalen Anwendungen sind keine ernsten Risiken bekannt. Bei der Anwendung von antimykotischen Arzneimitteln kann es zu Reizungen der Haut in Form von Brennen, Stechen und Rötungen kommen. In einigen Fällen wurde von allergischen Hautreaktionen berichtet. Bei der inneren Anwendung sind bei einigen Medikamenten unerwünschte Nebenwirkungen bekannt. Zu den gastrointestinalen Nebenwirkungen zählen Abdominalschmerz, Geschmacksstörungen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sowie Kopfschmerzen, Schwindel, Krampfanfälle, Hautveränderungen und Haarausfall. Des weiteren wird gelegentlich von Veränderungen des Blutbildes, Störungen der Leberfunktion, Hepatotoxizität, Hypertriglyceridämie, Hypercholesterinämie und Hypokaliämie berichtet.