Darm Hefepilz Diät.

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Kohlenhydrate sind die Nahrung von Hefepilzen im Darm.

Hefepilze im Darm ernähren sich von Kohlenhydraten.

Eine gezielte Anti-Pilz-Diät kann erfolgreich bei der Bekämpfung von pathogenen Hefen im Darmtrakt eingesetzt werden. Hefepilze benötigen für ihren Wachstum organische Kohlenstoffe. Durch eine spezielle Ernährung kann dem Hefepilz die Nahrung entzogen bzw. selbige reduziert werden. Hefepilze und auch die anderen Pilzarten können nicht selbst Kohlenhydrate aus Kohlendioxid und Wasser herstellen. Pilze lieben die leicht zugänglichen organischen Kohlenstoffe in Form von Einfachzucker. Monosaccharide nehmen wir mit der Nahrung als Fruchtzucker und Traubenzucker auf. Aber auch die in Malzzucker, Rohrzucker, Rübenzucker, Honig, Süßigkeiten, Reis, Backwaren und Marmelade enthaltenen Disaccharide (Zweifachzucker), werden von Hefepilzen als Nahrungsquelle genutzt. Stehen den Pilz-Zellen ausreichend Kohlenhydrate zur Verfügung, können sie rasant gedeihen und sich im Laufe der Nacht mehrmals teilen. Die Zellteilung ist die effektivste Wachstumsform der Natur, ein sich progressiv beschleunigendes Wachstum. Wenn sich zehn Hefepilz-Zellen zehn mal verdoppeln, ist bereits eine beachtliche Pilzkultur von zehn Milliarden Hefe-Zellen entstanden.

Fieberkranke tolerieren nur geringe Mengen Magen Hefepilz.

Hefepilz Erkrankung des Magen-Darm-Traktes.

Hefepilze können nicht nur den Magen-Darm-Trakt besiedeln. Durch die Zotten-Kanäle des Dünndarms können die Hefepilz-Kulturen in die Lymphbahnen und Blutgefäße gelangen und Kapillarembolien verursachen. Es wurde nachgewiesen, das die Hefepilze in Fadenform die Gefäßwände durchdringen und Gehirn, Augen, Nieren und weiter Organe befallen können. Das Immunsystem gesunder Menschen kann die in Blut- und Lumphbahn gelangenden Hefepilze bis zu einer individuellen Toleranzgrenze im Wachstum unterdrücken und zerstören, ohne daß es dabei zu chronischen Erkrankungen kommt. Die Gesellschaft zur Erforschung mikrobiell verursachter Erkrankungen geht davon aus, daß bei gesunden Organismen diese Tolleranzgrenze bei bis zu zehn Hefepilzzellen pro Gramm Darminhalt liegt. Soormykosen werden von den Fachleuten auch als eine Krankheit von Kranken bezeichnet. Schwerkranke und ganz besonders Fieberkranke tolerieren nur wesentlich geringe Mengen an Hefepilzen, eine antimykotische Therapie kann für solche Patienten lebensnotwendig sein, wenn zudem die körpereigene Immunabwehr durch Glukokortikoide, antibakterielle Antibiotika, Zytostatika und Immunsuppressiva unterdückt wird. Die Reduzierung der pathogenen Hefen kann bei solchen Patienten mit peroral zugeführten, nicht resorbierbaren Antimykotika wie Nystatin und Amphotericin B erfolgen.

Anti-Pilz-Diäten mit gezielt kohlenhydratarmer Ernährung.

Diät für Hefepilze mit kohlenhydratarmer Ernaehrung.

Für die Bekämpfung eines akuten Hefepilzbefalls des Magen-Darm-Traktes, kann eine Anti-Pilz-Diäten mit gezielt kohlenhydratarmer Ernährung erfolgreich sein. Den Hefepilzen werden damit die für deren Wachstum wichtigen Stoffe entzogen. Der Patient sollte auf die voran beschriebenen Lebensmittel weitestgehend verzichten und mit viel Gemüse und Rohkostsalaten den Bedarf an Vitaminen und Balaststoffen decken. Die reichliche Zufuhr von Pflanzenfasern hilft zudem den Dünndarm und Dickdarm bei der Selbstreinigung, große Hefenester werden durch die Magen-Darm-Eigenbewegung (Peristaltik) mechanisch verdrängt. Die Planzenfasern sind besonders wirksam, wenn der Patient mehrfach über den Tag verteilt stark zerkleinerte Salat- und Gemüsegerichte zu sich nimmt. Fisch- und Fleischgerichte sowie Milchprodukte und Eierspeisen liefern mit ihren Eiweißen die notwendige Energie. Süßspeisen sind bei diese Therapie in jeder Form tabu. Empfohlen wird für die Behandlungsform eine äußerst strenge Diät über wenigstens zwei Wochen. Im weiteren Verlauf wird die Anti-Hefepilz-Diät in milderer Weise fortgesetzt mit zweitägigen Intervallen je Woche mit voran beschriebener streng kohlenhydratarmer Ernährung. Die Menschen in Deutschland sind im Durschnitt übergewichtig. Aus diesen Grund wird die Umstellung der Ernährung für viele Betroffene neben der deutlichen Pilzreduktion auch ein insgesamt besseres Wohlbefinden und somit ein Umdenken bewirken.