Fußpilz Infektionen sind in Deutschland weit verbreitet.

Viele Menschen leiden an einer Fußpilz Infektion

Dermatologen gehen davon aus, dass bis zu dreißig Prozent der Deutschen unter Fußpilz Infektionen (Tinea pedis) leiden. Hautpilze (Dermatophyten) an den Füßen sind in Deutschland sehr verbreitet. Die Zahl nicht erkannter Pilzinfektionen ist hoch. Chronischer Fußpilz ist in dem meisten Fällen Folge einer Infektion, die bereits vor Jahren oder auch Jahrzehnten erfolgte. Die erste Symptome einer Fußpilzinfektion sind unscheinbar, werden von den Betroffenen sehr lange ignoriert oder auch falsch gedeutet. Viele Patienten suchen erst medizinischen Rat, nachdem sich die Hautpilze bereits ausgebreitet haben und massive Schmerzen und Beschwerden verursachen. Grundsätzlich gilt wie bei jeder anderen Erkrankung, je früher Mykosen festgestellt und behandelt werden, um so größer sind die Chancen auf schnelle Heilung. Die Behandlung von großflächigen und akuten Erkrankungen kann sich je nach Gesundheitszustand und individueller Immunabwehr über viele Monate hinziehen. Lange unbehandelt gebliebene Pilzerkrankungen an den Füßen greifen nicht selten auf die Fußnägel über. Der durch den Trichophyton rubrum Erreger verursachte Nagelpilz (Onychomykosen) ist besonders hartnäckig und nur mit viel Disziplin und Ausdauer erfolgreich zu heilen.

Symptome von Hautpilzerkrankungen rechtzeitig erkennen.

Hautpilz Erkrankungen rechtzeitig erkennen und behandeln

Die Symptome von Hautpilzerkrankungen sind so vielfältig, wie die für eine Infektion möglichen Körperstellen. Der Klassiker, wunde oder rissige Zehenzwischenräume, dürfte dabei wohl die mit Abstand bekannteste Form der Hautpilz Infektionen sein. Pilze bevorzugen ein feucht warmes Klima, deshalb sind neben den Zwischenräumen der Zehen auch die Schleimhäute, wunde Hautpartien und schwitzige Hautfalten Ausgangspunkt vieler Pilzerkrankungen. Hautpilze zerstören die Struktur von Haut, Haaren oder Nägeln. Nässende Bläschen, rissige Haut, hartnäckiger Schorf, Schuppungen oder extreme Hornhaut an den Fersen oder Zehen sind die Folge. Jede Veränderung des Hautbildes sollte deshalb auf einen möglichen Pilzbefall untersucht werden. Juckreiz, Brennen und Schorfbildung verleiten zudem zum pulen und kratzen. Das birgt das Risiko auch andere Körperstellen mit den hoch infektiösen Pilz Sporen zu infizieren. Leichte Hautverletzungen werden so zum idealen Nährboden für weiteren Hautpilz Befall. Fachleute wissen, Fußpilz Infektionen sind nicht zwangsläufig auf eine mangelnde Körperhygiene zurück zu führen. Betroffene Patienten haben keinen Grund aus falscher Scham eine medizinische Beratung oder Behandlung zu meiden, sondern sollten im Sinne eines schnellen Behandlungserfolges frühzeitig den Arzt oder Apotheker konsultieren.

Erhöhte Risiken für chronische Hautpilz Krankheiten.

Auf festen Beinen stehen heißt gesunde pilzfreie Füße

Wie bei allen anderen Leiden und Krankheiten gibt es auch bei Hautpilz besondere Risikogruppen. Vorbeugung ist für diese Menschen von entscheidender Bedeutung. Wer mit beiden Beinen fest im Leben stehen will, braucht dafür gesunde Füße. Während eine intakte Immunabwehr leichte Pilzinfektionen selbst abwehren kann, kann bei geschwächten Immunsystem bereits ein geringer Pilzbefall zu schweren Erkrankungen führen. Menschen mit HIV Erkrankungen leiden auf Grund ihrer Immunschwäche häufig an Hautpilzen. Zudem können medikamentöse, chemische oder radiologische Therapien den Körper immunologisch schwächen. Eine besonders sorgsame Hautpflege und Körperhygiene sind für diese Patienten Gruppe dringend zu empfehlen. Diabetiker sowie Menschen mit Durchblutungsstörungen der Gliedmaßen haben ein extremes Erkrankungsrisiko. Die mit diesem Krankheitsbild oft einhergehende mangelnde Empfindsamkeit für Schmerzen und Entzündungen, begünstigt eine unerkannte Ausbreitung der Pilzerkrankung. Die Kenntnis über Hautpilz Symptome kann helfen, chronische Mykosen zu vermeiden.